03.05.2015

Schneller, höher, invalide: Lebhafte Diskussionsrunde

Dr. Joachim Schubert hat sich in der vergangenen Woche an einer Diskussionsrunde mit dem Thema „Citius, altius, mortuus – Schneller, höher, invalide: Welche Rolle spielt die Förderung von Gesundheit und Fitness bei Sporttreibenden in der heutigen Leistungsgesellschaft“ beteiligt. Im Audimax der Hochschule BiTS in Iserlohn sorgten BiTS-Sportmanagement-Professor Prof. Dr. Thomas Rieger, der ehemalige Fußball-Nationalspieler Jens Nowotny, der Leiter des Olympiastützpunktes Rheinland Michael Scharf und Sportmediziner Dr. Schubert für eine informative und unterhaltsame Diskussionsrunde rund um Verletzungen im Spitzenleistungssport und deren Folgen.

Jens Nowotny, der in seiner langen Karriere als Profi-Fußballspieler allein vier Kreuzbandrisse erlitten hatte, berichtete von seiner Zeit als Kapitän bei Bayer Leverkusen und als Mitglied der Nationalmannschaft, für die er 48 Spiele bestritten hat und WM-Dritter 2006 wurde. Von kuriosen Nahrungsergänzungsmitteln war die Rede genauso wie vom Umgang seines damaligen Trainers Christoph Daum, der seinen Kapitän noch nicht einmal grüßte, als dieser verletzt war.

Voodoo-Mediziner in Afrika
Wie Nowotny war Dr. Schubert bei der Weltmeisterschaft in Deutschland dabei, damals als Mannschaftsarzt von Togo. Seine Erzählungen über Voodoo-Mediziner, mit denen er zu dieser Zeit konfrontiert wurde, lösten herzliches Lachen unter den rund 100 Zuhörern im BiTS-Audimax aus. Emmanuel Adebayor, Togos damaliger Toptorjäger und Afrikas Fußballer des Jahres 2008, sei „vor allem dann zum Zauberer gegangen, wenn er ein bisschen frei haben wollte“, sagte Dr. Schubert in der kurzweiligen Diskussionsrunde.

Lesen Sie mehr in diesen Beiträgen über die Veranstaltung:
Pep, bitte kommen! - Höher, schneller, Invalide: Spitzensportler am Limit – ein Diskussionsabend zum Nachdenken (Revier-Sport)

Zweite Auflage des RevierSport-Talk erneut ein voller Erfolg (BiTS-Webseite)